Uni-Kiosk und Uni-Imbiss gehören Faschisten!

Am vergangenen Wochenende haben wir folgendes Flugblatt in der Nähe der Läden „Uni-Imbiss“ und „Uni-Kiosk“ und auf dem Campus der Universität verteilt:

Uni-Kiosk und Uni-Imbiss gehören Faschisten!
Wer in Uni-Nähe eine Gelegenheit sucht, um „mal schnell“ etwas zu essen, der wird zweifelsohne auf zwei Läden stoßen, die bei der Studierendenschaft der Uni Kassel wohl lückenlos bekannt sind: Der „Uni-Kiosk“ an der Arnold-Bode-Straße 2 und, wenige Meter weiter in der Gottschalkstraße, der „Uni-Imbiss“. Die Inhaber dieser Läden sind Nihat Dokgöz (Uni-Kiosk) und Bünyamin Kayapinar (Uni-Imbiss). Beide gehören zur Gemeinde der „Yunus-Emre-Moschee“ in der Kassler Bunsenstraße 73a, Dokgöz hat dort sogar ein Funktionärsamt inne. Die Yunus-Emre-Moschee gehört dem Moscheeverband „Verband der türkischen Kulturvereine in Europa“, kurz ATB, an.
Die ATB ist die Auslandsorganisation der türkischen Partei „Große Einheitspartei“, kurz BBP. Die BBP wiederum, die sich in den 1990er Jahren aus der „Nationalen Bewegungspartei“, kurz MHP, abgespalten hat, bildet gemeinsam mit der MHP die politische Strömung der Ülkücü-Bewegung. Der ideologische Vordenker der Bewegung, Alparslan Türkes, konstruierte eine Rassenideologie, nach der sich Türken durch ihre Blutslinie und islamischen Glauben definieren und „Nicht-Türken“ als genetisch minderwertig ausgelöscht werden sollten. Auch Muhsin Yazicioglu, Vordenker der Partei BBP, rückte nach der Abspaltung aus der MHP nicht von diesen Vorstellungen ab; Grund der Spaltung war lediglich der Wunsch nach einer stärkeren Betonung des Islam innerhalb der Ideologie. Die Anhängerschaft der Ülkücü-Bewegung, in Deutschland besser als sogenannte „Graue Wölfe“ bekannt, steht also weiterhin in der Tradition zweier Rassenideologen und verfolgt die Idee eines großtürkischen Reichs, welches alle „genetischen Türken“ unter seiner Vorherrschaft vereint und Minderheiten eliminiert.
Dokgöz und Kayapinar, als aktive Mitglieder der ATB-Moschee in der Bunsenstraße, gehören also der Auslandsorganisation einer faschistischen türkischen Partei an, sie gehören zur Anhängerschaft der Grauen Wölfe.
Die rechtsextreme Gesinnung, die die beiden teilen, bleibt dem aufmerksamen Betrachter bei einem Besuch im Laden (eigentlich) nicht verborgen. Immer wieder ist dort Plakat-Werbung für Veranstaltungen der ATB-Gemeinde zu finden. Auch für die islamistische Milli-Görus-Moschee in der Jägerstraße oder die (ehemalige) Hochschulliste „Frischer Wind“, ein Bündnis des politischen Islams, wurde schon geworben. Die beiden Läden fungieren also offensichtlich als politisches Sprachrohr einer islamistisch- und türkisch-nationalistischen Community. Dennoch duldet die Uni-Leitung Dokgöz und seine faschistische Propaganda innerhalb der Uni-Gebäude und die sonst so politisch korrekte Studierendenschaft sitzt gemeinsam mit Grauen Wölfen in Kayapinars Uni-Imbiss.

Wir bleiben deshalb dabei: Faschisten in der Nachbarschaft enttarnen, türkischem Nationalismus entgegentreten!


Dokgöz als Teil eines Gremiums im Kasseler ATB-Zentrum

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